Seepfoten - Ernährung und Diätetik für Tiere

 

Nach statistischen Auswertungen leiden ca 20% aller Hunde an einer Allergie. Eine Allergie ist die überschießende Antwort des Immunsystems auf bestimmte Proteine.

 

Woran erkenne ich als Halter mögliche Symptome einer Allergie?

Seien Sie aufmerksam, wenn Ihr Hund sich vermehrt kratzt oder schon bestimmte Hautpartien wund gekratzt oder wund geleckt hat. Besonders häufig kommen dabei die Pfoten in Betracht, Ohren mit Ohrenentzündungen, der Rücken und der Bauch insbesondere die Achsel- und Leistenregion, häufigere Analdrüsenprobleme in Kombination mit Ohrenentzündungen. Es können auch Pusteln und eitrige Papeln im Rückenbereich auftreten auch in Kombination mit Haarausfall.

 

Welche Arten von Allergien treten bei Hunden auf?

Die Flohallergie ist die am häufigsten vorkommende Allergieform bei Hunden, danach folgt die atopische Dermatitis und erst an dritter Stelle die Futtermittelallergien und die Kontaktallergien.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Nahrungsmittelallergien treten in der Regel mit Durchfällen auf. Reine Futtermittelallergien können aber auch in Kombination oder alleinig mit Hautsymptomen auftreten.

Die atopische Dermatitis ist die Diagnose des Tierarztes auf unspezifische Reaktionen der Haut, deren Ursachen äußerst schwer zu bestimmen sind.

 

Allergieverdacht?

Nur eine klinische Diagnose kann den eindeutigen Beweis liefern: Blutserologie und Intrakutantest. Ein Bluttest allein kann allerdings nicht den alleinigen Beweis für eine Allergie liefern, denn er sagt nur aus, dass Ihr Tier sich mit einem Stoff auseinandergesetzt hat. Dafür findet man Antikörper im Blutserum. Nachwievor ist der Goldstandard der Intrakutantest, bei dem dem Tier in Frage kommende Auslöser unter die Haut gespritzt werden und dann die Reaktionen bewertet werden. Beide Tests zusammen ergeben eine mögliche Trefferquote von 90%. Bei Umweltallergien ist allerdings nur der Intrakutantest entscheidend.

 

Wie kann ich Ihnen helfen?

In der Regel kommen Sie mit der Verdachtsdiagnose Allergie aus dem Bluttest zu mir. Wir besprechen zusammen Ihren Fall und beschließen gemeinsam Ihr weiteres diätetisches Vorgehen. Leider kann ich Ihnen hier nicht im Detail schildern, wie das Vorgehen aussehen kann, denn jeder Fall ist anders: Was Sie füttern, wie Sie füttern, wo Sie wohnen, wo Sie sich mit Ihren Tier aufhalten, die weitere Umgebung, Krankheitsverlauf, etc.

Alle Fragen werden im Gespräch beantwortet und ergeben so ein Bild über Ihr Tier; danach wird entschieden.

Eine Allergieberatung ist sehr umfassend und zeitaufwändig. Sie sollten sich darauf einstellen.

 

Ausschlussdiät?

Eine Ausschlussdiät wird dann durchgeführt, wenn der Verdacht Allergie relativ gesichert ist. Es bedeutet, dass Ihr Tier über einen gewissen Zeitraum mit einer Fleischquelle, einer Kohlenhydratquelle und/ohne einer Gemüsesorte gefüttert wird. Nach dieser festgelegten Zeit wird entweder die Fleischquelle oder die Kohlenhydratquelle ausgetauscht und die Reaktionen des Tieres abgewartet und beobachtet.

Durch dieses immer wiederkehrende Austauschen von Futterkomponenten können wir dann gesichert abklären was die Allergie bei Ihrem Tier auslöst. Diese Komponenten werden dann konsequent gemieden. Eine Ausschlussdiät verhindert, dass Sie Ihr Tier konsequent falsch und einseitig ernähren, weil Sie verständlicherweise vor unerwünschten Reaktionen Angst haben. Die meisten Tierhalter sind nach dieser zeitintensiven Diät mehr wie erstaunt, wie vielfältig das Tier trotz Allergie gefüttert werden kann.

Wichtig ist Ihr Mut, Ihre Entschlossenheit und Ihre äußerste Konsequenz zu dieser Diät, damit sie erfolgreich werden kann.

 

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